WER WILL DER FINDET WEGE.

WER NICHT WILL FINDET GRÜNDE!

 

Just Be! In glücklicher Beziehung. Das Buch.

 

Bei diesem Ratgeber handelt es sich um die lesbare Version des Films. Verfasst als direkte Adaption des Drehbuchs, jedoch weit umfangreicher. Inkl. Zusatztexten, Infos und Anhängen.

 

2. Auflage 2015, broschiert, 156 S., € 12,90

 

ISBN: 978-3981742503

 

Wir alle möchten ein glückliches Leben führen und wir wünschen uns eine Partnerschaft in Liebe, Freude, Harmonie und Frieden. Warum aber fühlen sich dann so viele Menschen in ihren Beziehungen unglücklich? Weshalb scheitern Ehen? Wieso können manche mit ihrem Partner nicht zusammenleben? Warum können sie ohne ihn aber auch nicht sein? Weshalb ist das oft so kompliziert? Ginge es nicht ein wenig einfacher?

 

Diese und weitere Fragen stellt der Autor in diesem kompakten Werk dem aufgeschlossenen Leser und beantwortet sie ausführlich. Wie die gleichnamige Filmdokumentation, so unterscheidet sich auch dieses Buch inhaltlich von anderen Ratgebern. Besonders die unverblümt offene, manchmal auch etwas kampflustige, aber auch ehrliche Darstellung der Beziehungs-Problematik und die damit verbundene, vielleicht ein wenig anders anmutende Wahrheit, heben dieses Lebenshilfe-Buch von gleichartigen Veröffentlichungen ab.

 

Der Interessierte wird in diesem Ratgeber nicht nur durch eine leicht verständliche Ausdrucksweise beim Lesen unterstützt, sondern durch die Art und Weise der Methodik des Buches auch zur Selbstreflexion ermutigt und zum Nachdenken angeregt. Er erhält außerdem das Wissen, das er benötigt, um in Zukunft eine glückliche Beziehung, liebevolle Partnerschaft oder andauernde Ehe führen zu können.

Das Buch.

REZENSION

 

"... Schonungslos, offen und direkt, zuweilen provozierend, werden in den Kapiteln Gründe für Verhaltensmuster eruiert, die unser dauerhaftes Glück behindern, unsere innere Zufriedenheit zersprengen, Partnerschaften zu Zweckgemeinschaften deformieren, diese sogar zum Scheitern bringen ... Angeboten werden keine standardisierten Lösungsansätze. Hingegen wird der Leser zur Selbstreflexion animiert, encouragiert nicht in einem unbefriedigenden Zustand zu verharren, sondern hieraus angstfrei Entscheidungen zu treffen, für die Reifung der eigenen Persönlichkeit, um schlussendlich eine stets erfüllende und somit wahre Liebe zu verspüren."

 

Dr. Justine D. Krolitzek

LESEPROBEN

 

Wenn Eltern zu hohe Erwartungen an ihre Kinder haben und ihnen gleichzeitig Anerkennung, Liebe, Umarmung oder Wärme verweigern, dann kann es sein, dass die Kinder später als Erwachsene versuchen in allem tipptopp und perfekt zu sein. Sie streben dann häufig nach einem besonders hohen Lebensstandard, reagieren empfindlich auf eigene und auf die Fehler anderer und stellen meist sehr hohe Erwartungen an sich selbst und besonders auch an ihren Lebenspartner. Oft suchen sie Erfolg, Dankbarkeit und das Gefühl gebraucht zu werden bei anderen Menschen, indem sie als Helfer, Lehrer oder Berater tätig sind. Unbewusst versuchen sie dadurch noch immer, die Kritik ihrer Eltern zu kompensieren und deren hohe Erwartungen zu erfüllen.

 

Dieses Verhalten verwundert allerdings nicht, denn bereits als Kind bekamen auch sie von ihren Eltern oder anderen Bezugspersonen irgendwann immer öfter die versteckte Botschaft vermittelt:

 

So wie Du bist, bist Du nicht in Ordnung.

Du musst deshalb so sein, wie wir es möchten!

 

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Seit unserer Kindheit bemühen wir uns darum perfekte, fehlerlose und makellose Menschen zu sein und glauben noch immer wir müssten uns vor anderen genieren, wenn wir etwas nicht können, wenn wir etwas falsch machen oder wenn wir nicht den Idealen der Gesellschaft entsprechen. Wir hadern mit unserem Aussehen, unserem Status, materiellen Besitz, unserer Schulbildung und mit unserem Kontostand und wir schämen uns für unsere Gefühle, besonders für das der Traurigkeit. Wir verleugnen es Angst zu haben, fürchten uns davor Wut zu zeigen und vermeiden es manchmal sogar, jemandem Liebe zu gestehen oder uns einfach nur zu freuen.

 Diese übertriebene Scham tragen wir deshalb noch heute in uns, weil wir es Zuhause, in der Schule oder auch in der Kirche so lernten. Man brachte uns zum Beispiel bei, dass es Schwäche sei, wenn wir Gefühle zeigen und weinen, völlig unabhängig davon, ob wir tatsächlich traurig waren oder nicht. Man ließ uns außerdem glauben, dass wir verweichlicht wären, wenn wir Ängste hätten und dass wir sie eigentlich gar nicht zu haben bräuchten, egal ob wir uns vor etwas fürchteten oder auch nicht. Außerdem lehrte man uns häufig, dass wir schlimme Sünder sind und gegen alle möglichen Gesetze, Gebote und Regeln verstoßen, wenn wir Schimpfwörter verwenden, fluchen oder wütend sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob man uns vorher verletzt hat oder auch nicht.

 Als Kinder lernten wir dann irgendwann daraus, dass unsere natürlichen Gefühle im Grunde schlecht sind, dass wir sie deshalb nicht zeigen dürfen und dass wir uns, falls wir es dennoch tun, schuldig zu fühlen und zu schämen hätten.

 Je mehr wir dann aufgrund dieser Erfahrungen zu glauben anfingen, dass wir, so wie wir sind, nicht passend, gut genug, unzulänglich oder fehlerhaft sind und uns deswegen zu schämen begannen, desto stärker bestimmen noch heute tiefe Schamgefühle unser tägliches Verhalten und wir machen uns ständig Gedanken darüber ...

 

 

… was die Leute über uns sagen könnten?

… was die Nachbarn über uns denken könnten?

… was Arbeitskollegen, Freunde oder Verwandte von uns  halten könnten?

… was unser Mann oder unsere Frau oder die Kinder von   uns glauben könnten?

 

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Wenn wir uns nicht wohl fühlen, wenn wir ständig Partnerkonflikte bewältigen müssen oder wenn unsere Beziehungen unglücklich sind, dann haben wir dennoch in jedem Moment unseres Lebens die Möglichkeit, uns neu zu entscheiden. Eine Entscheidung zu treffen ist bei weitem besser, als ewig in Altem steckenzubleiben und dabei seine Seele immer wieder aufs Neue zu verletzen. Wir verfügen über mehrere Möglichkeiten, um das zu beenden, was uns nicht gut tut oder um das zu beginnen, was uns gut tut. Es mag vielleicht radikal anmuten, doch in einer unglücklichen Beziehung oder Ehe können wir zum Beispiel den Weg wählen, von ihr loszulassen und die Partnerschaft zu beenden. Falls unser Geist oder unser Körper droht, Schaden davon zu nehmen, dann haben wir das moralische Recht dazu, ja wir sind sogar dazu verpflichtet. Wenn wir uns zum Beispiel nach dem Lesen dieses Buches oder auch nach dem Betrachten des gleichnamigen Filmes dazu entschließen sollten zu lernen und an Erfahrung zu gewinnen, uns gleichzeitig aber das Gefühl plagt in unserer Beziehung stehenzubleiben, weil unser Lebensgefährte unserer inneren Entwicklung nicht folgen kann, weil er ständig im Egozustand lebt und auch nicht lernen und wachsen will, dann können wir uns ebenfalls entscheiden, ob wir nach unserer eigenen Ganzheit streben möchten oder ob wir uns lieber für die Beziehung oder auch für die Familie opfern wollen. Es muss uns klar sein, dass wir, je mehr wir dazu bereit werden, die Allianz zu unserem Selbst wieder herzustellen, uns desto weniger wünschen mit einem Menschen eine Beziehung zu führen, der von äußerlichen Dingen abhängig ist, der keine Authentizität besitzt und keine Gefühle zeigen kann oder der keinen Zugang zu seiner Selbstliebe findet und damit auch nicht wirklich in die Liebe zu uns gehen kann. Des weiteren besitzen wir natürlich auch die Möglichkeit in der Beziehung zu bleiben, müssen dann jedoch bedingungslos lieben, was wir darin vorfinden. Ohne Wenn und Aber lieben zu können erfordert allerdings ein Höchstmaß an Selbstliebe, welche die allermeisten Menschen aber leider nicht nachweisen können. Aus diesem Grund dürfte es sehr sehr schwierig werden, denn bedingungslose Liebe bedeutet wirklich ohne Prämissen und ohne Erwartungen an den Partner zu sein. Wir dürfen dann nicht darauf bauen, dass er den Müll hinausträgt, uns küsst, uns von der Arbeit abholt oder uns zudeckt, wenn wir frieren und nicht einmal darauf, dass er pünktlich zu unserer eigenen Hochzeit erscheint, denn wir lieben ihn ja ohne irgendwelche Erwartungen.

 

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Einige Menschen fragen sich, warum sie während ihrer Partnersuche immer wieder auf Männer oder Frauen treffen, die sich in ihren Eigenschaften ähneln oder sogar völlig gleichen. Zum Beispiel begegnet so manche Frau andauernd nur Männern, die unter Alkoholabhängigkeit oder Arbeitssucht leiden und deshalb keine Zeit für sie haben. Oder sie trifft  immer nur auf cholerische oder gefühllose Männer und auf solche, die sie schlagen. So mancher Mann zieht dagegen vielleicht ausschließlich die Frauen an, welche ihn belügen und welche weit mehr vorgeben, als sie in Wirklichkeit sind. Oder er erhält immer nur die Sorte Frau, die über ihn bestimmen will, ihn zu dominieren versucht und ihm ständig vorschreibt, was er zu tun hat. Ist das jedes Mal nur Zufall oder steckt hinter dieser Kuriosität ein gewisser Sinn? Könnte es vielleicht sein, dass wir unbewusst immer genau die Menschen anziehen, die wir gerade für unsere Entwicklung brauchen, weil nur diese uns einen Spiegel vorhalten können, durch welchen wir uns selbst erkennen, unsere eigenen Schatten entdecken und somit unsere Lebenslektionen lernen dürfen? Demnach würde eine Frau, welche immer wieder alkoholsüchtige Männer anzieht, vielleicht darauf aufmerksam gemacht werden, dass sie sich ihren eigenen Schatten, in Form ihres eigenen Alkoholmissbrauchs oder vielleicht auch ihre Abhängigkeit von anderen Suchtstoffen, wie zum Beispiel von Medikamenten, genauer ansehen sollte. Der Mann dagegen, welcher immer wieder bevormundende, dominante Frauen anzieht, könnte dadurch die Botschaft erhalten, dass er lernen muss selbst die Verantwortung für sich und sein Leben zu übernehmen und sich in der Arbeit, der Gesellschaft und auch zu-hause selbst behaupten muss.   Der eigene Partner oder auch andere Menschen zeigen uns oft die Dinge auf, die wir bisher noch nicht wussten und uns auch noch nicht angeeignet haben, damit wir sie vielleicht von ihnen lernen, um zukünftig eine andere, eine bessere Wahl für unser Leben treffen zu können.

 

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...und unsere Erde ist voll mit Süchtigen und auch Flüchtigen, die sich alle irgendwie entweder auf der Suche nach etwas Äußeren oder auf der Flucht vor etwas Inneren befinden. Zum Beispiel auf der Suche nach Erfüllung, Wohlstand, Ablenkung, Aufmerksamkeit, Heil, Bewunderung und Liebe und auf der Flucht vor Ängsten, seelischer Verletzung, Leid und Schmerz. Die Versuche das Glück von außen zu erlangen oder das innere Unwohlsein zu beseitigen werden niemals enden, es sei denn, wir beginnen damit, uns selbst und andere zu achten und uns und andere anzunehmen und danach zu streben zu lieben und das zu tun, was uns Freude macht. Wenn wir uns dann gleichzeitig von dem trennen was uns nicht gut tut, egal ob von Menschen die uns ständig kritisieren und Erwartungen an uns haben, kaputtmachender Arbeit, seelischem Stress, falscher Ernährung oder auch von Rauschgiften, dann handeln wir nicht mehr aus dem Ego heraus, sondern leben von da an in unserem wahren Selbst, wo wir irgendwann die Antworten auf die Fragen: Wer bin ich, was möchte ich und was ist der Sinn meines Lebens, finden werden. Wir können tatsächlich die Grundlage für etwas Besseres in unserem Leben erschaffen, wenn wir uns bereit dazu erklären zu lernen, alte Denk- und Glaubensmuster zu hinterfragen, sie zu berichtigen und uns neue Denkweisen anzueignen. Dazu gehört vielleicht auch, dass wir uns wieder erlauben es ab und an so zu machen, wie Kinder es tun, indem wir unsere Gefühle einfach so zeigen, wie sie sind, indem wir Verspieltheit und Kreativität wiederfinden und zum Erlangen innerer Freude auch einmal ein Risiko wagen und nicht immer nur nach Sicherheit streben. Wenn wir uns dann noch so liebevoll uns selbst gegenüber verhalten, wie sich eine liebevolle Mutter ihrem Kind gegenüber verhalten würde und die Verantwortung für all unser Denken, Tun und Handeln übernehmen, uns umsorgen, mutig und offen sind, uns selbst vertrauen, die Wahrheit suchen und sie lehren, uns selbst durch Schmerzen hindurch begleiten, uns aber auch Grenzen setzen, wenn wir sie überschreiten - dann und nur dann sind wir auf dem besten Weg zur Liebe zu uns selbst und wir stellen die Verbindung zu unserem Herzen und damit auch zu unserem Partner automatisch wieder her.

(TM) Just Be! In glücklicher Beziehung und das Just Be!- Logo sind geschützte Marken.