WER WILL DER FINDET WEGE.

WER NICHT WILL FINDET GRÜNDE!

Warum Beziehungen oft nicht glücklich sind.

Um dies verständlich erklären zu können, kommen wir nicht daran vorbei, ganz vorne zu beginnen, nämlich am Anfang unserer Kindheit.

 

Irgendwann einmal kamen wir alle glücklich und zufrieden auf diese Welt und wir waren voller Freude, Urvertrauen und Zuversicht und wir glaubten, dass wir unserer selbst willen und ohne jede Bedingung geliebt wurden.

 

Schon nach kurzer Zeit mussten wir allerdings erkennen, dass wir uns die Liebe, welche wir zu Beginn unseres Lebens noch kostenlos bekamen, von nun an erst verdienen müssen, indem wir stets lieb und nett und brav und fleißig sind und indem wir uns genau so verhalten, wie es unsere Eltern, die Lehrer, der Pfarrer, die Freunde oder die Verwandten von uns verlangen.

 

Taten wir das allerdings nicht, dann ließ man uns deutlich spüren, dass wir nicht in Ordnung sind und man bestrafte uns, indem man uns einschüchterte, uns ein schlechtes Gewissen machte, uns kritisierte, schlug oder einsperrte und indem man uns alleine lies und uns Liebe und Aufmerksamkeit entzog.

 

Wir aber folgerten dann wiederum daraus, dass wir generell unzulänglich, nicht gut genug und nicht liebenswert seien und diese Vorstellung brannte sich tief in unserem Unterbewusstsein ein. Wir begannen deshalb an uns selbst zu zweifeln und wir fanden bald nichts mehr an und in uns, was aus unserer Sicht Liebe verdient hätte und was besonders, was anzuerkennen oder noch zu bewundern gewesen wäre. Das Einzige was wir fanden war die Angst, dass man uns verlassen oder nicht mehr lieben könnte.

 

Je mehr wir seelisch, körperlich oder sexuell misshandelt wurden, desto mehr verloren wir unsere Integrität und den Glauben daran, dass wir so wie wir sind, in Ordnung sind. Wir begannen dann irgendwann den Schmerz, die Trauer und die Gefühle des Unwohlseins und der inneren Leere, welche damit einhergehen, zu verdrängen, zu übergehen und zu betäuben - und wir machen das meist bis heute.

 

Da wir noch immer denken, dass sich in unserem Innern nichts liebenswertes befindet, suchen wir Glück und Wohlbefinden ständig außerhalb von uns selbst und wir lechzen danach endlich Menschen zu finden, welche uns Aufmerksamkeit, Bewunderung und gute Gefühle schenken oder uns schlechte Gefühle nehmen könnten.

 

Viele Menschen erhoffen sich außerdem, Freude, Glück oder Ablenkung von sich selbst durch Drogen, Alkohol und Zigaretten, durch Arbeit, Geld, unkontrolliertes Essen und Nascherei, durch Shopping, Religion oder Esoterik, durch exzessiven Sport, das Erlangen von Macht, durch Sex oder durch das stets aktuellste Handy und das neuste Automodell zu finden. Sie glauben, sie könnten Zerstreuung durchs Fernsehen, Internet, durch Klatscherei und Tratscherei, durch Diffamierung anderer, durch die dramatischen Ereignissen der Boulevardpresse und durch tausend andere Möglichkeiten erreichen.

 

Da diese Dinge aber alle nicht von langer Dauer sind, das Wohlbefinden jedoch stets befriedigt sein will und die meisten Menschen keine andere Option kennen, um Freude zu erlangen, werden sie irgendwann von alledem abhängig. In Ermangelung des Glücksgefühls machen sie dann oft das Wetter, den Staat, die Gesellschaft, ihren Arbeitgeber, die Ausländer, die Umstände und das Schicksal, die Nachbarn, die Verwandten, die Kinder, die Eltern und besonders auch den eigenen Partner, für ihr Glück und Unglück verantwortlich und sie definieren ihren Selbstwert meist nur noch danach, wie sie von anderen Menschen gesehen werden. Sie bemerken dabei jedoch nicht, dass sie dadurch von anderen gelebt werden, anstatt selbst die Verantwortung für ihr Glück und Unglück zu übernehmen und damit zu beginnen, selbst und aus sich heraus zu leben.

 

In der Kindheit verletzte Menschen handeln oft aus dem Ego, indem sie versuchen zu kontrollieren, wie andere sie sehen und definieren. Sie verhalten sich dann entweder überschäumend lieb, nett und hilfsbereit und/ oder sie geben mehr vor als sie sind, übertreiben maßlos, erfinden Geschichten, lügen, kritisieren und denunzieren und diffamieren andere, um sich selbst hervorzuheben. Nicht selten schmollen diese Menschen auch regelmäßig, laufen vor der Verantwortung davon oder spielen das arme Opfer, um andere entweder zu lebenslanger Dankbarkeit zu verpflichten oder um sie schuldig sprechen zu können. Damit verursachen sie wiederum ein schlechtes Gewissen in diesen, um sie am Ende doch noch dazu bewegen zu können das zu tun, was sie von ihnen verlangen.

 

Wenn wir dann in unsere Kindheit und Jugend zurückblicken müssen wir feststellen, dass wir andere Menschen und besonders auch unseren Partner damit genauso manipulieren, wie es mit uns selbst gemacht wurde und dass wir ihn dadurch genauso verletzen, wie wir selbst verletzt wurden.

 

Dass Beziehungen, Partnerschaften oder Ehen dann allerdings auch nicht funktionieren können, erklärt sich eigentlich von selbst.

THEMEN

Warum Beziehungen oft nicht glücklich sind.

Sich schützen müssen.

"Nein" als anderer Ausdruck der Sturheit.

Die Rebellion.

Feldwebel, Gefreiter und Soldaten.

Die interessanten Probleme der anderen.

Schönheit und Selbstwertgefühl

Von der Angst und dem falschen Glauben sich vorm Partner schützen zu müssen.

Der Schritt sich auf eine neue Beziehung einzulassen mag für viele Menschen recht schwierig sein, vor allem wenn bereits eine oder mehrere vorhergehenden Liaisons zerbrachen. Aufgrund der dabei gemachten negativen Erfahrung sind die meisten Menschen dann zu sehr vom Verstand und hauptsächlich von solchen Gedanken geprägt, die in ihnen das Gefühl der Angst vor Verletzung verursachen. Da sie aber leider nicht bereit sind generell und besonders nach einer gescheiterten Partnerschaft oder Ehe ihre „Hausaufgaben“ zu machen, können sie diese Verletzungsangst auch in einer neuen Beziehung meist nicht ablegen.

 

Anstatt sich für die Liebe und die Weiterentwicklung zu öffnen, wählen sie dann abermals den Weg der Angst und errichten um sich herum ihre meist uneinnehmbare Schutzmauer. In einer neuen Beziehung verhalten sie sich dann oft extrem vorsichtig, sind zögerlich bei gemeinsamen Entscheidungen oder scheuen jedes Risiko. Frei nach dem Motto: „Ja nicht zu viel investieren, dann tut es auch nicht so weh.“  Häufig brauchen diese Menschen ständige Sicherheiten vom anderen, zweifeln an ihm und halten sich meist ein Hintertürchen zum möglichst emotionslosen Rückzug aus der partnerschaftlichen Verbindung offen.

 

Mit solch einem Partner ist die Beziehung allerdings nicht wirklich vollwertig und sie kommt auch nicht richtig in Schwung, da der andere ständig den Unwillen und die Halbherzigkeit seines Gegenübers spürt. Ein potenzieller Partner, der sich solchen Menschen aufrichtig und mit ganzem Herzen hinzugeben beabsichtigt, wird immer und immer wieder vergeblich versuchen die Schutzmauern des anderen einzureißen. Das probiert er dann so lange, bis er nicht mehr kann, es schließlich aufgibt und die Partnerschaft verlässt. Und so zerbrechen viele Beziehungen, obwohl sie oft noch gar nicht richtig begonnen haben, an der Angst des Einzelnen, sich voll und ganz auf die Liebe einzulassen.

 

Wenn wir uns aber unser halbes Leben lang schützen und nach Sicherheit in unseren Beziehungen suchen, dann verbringen wir auch unser halbes Leben mit der Angst vor Verletzung. Hauptsächlich im Schützen zu sein macht uns im Übrigen nicht zu einem schlechteren Menschen, es verlängert nur unser Leiden. Da wir uns im Schutzmodus nicht der Liebe öffnen können, werden wir wahrscheinlich auch den Menschen verlieren, der aufrichtig und ehrlich zu uns gewesen wäre, der treu und in jedem Moment loyal zu uns gestanden und uns über alles geliebt hätte. Manche behaupten, dass es so einen Menschen nur einmal im Leben gäbe. Wohl demjenigen, der diesen auch zu erkennen vermag, wenn er vor der Tür steht.

 

Generelle Sicherheit vor Verletzungen werden wir nie bekommen, das ist das Einzige, was wirklich sicher zu sein scheint. Es gehört zu unserem Leben dazu auch negative Erfahrungen zu machen, denn ohne sie wüssten wir wahrscheinlich nicht einmal, wie wundervoll das Positive auf der anderen Seite sein kann. Wenn dagegen alles ständig nur passend, gut, einfach und toll wäre, könnten wir außerdem rein gar nichts dazulernen und wir würden stehen bleiben und uns nicht weiter entwickeln.

 

Manchen Menschen helfen allerdings auch keine schlechten Erfahrungen weiter, denn sie drehen sich immer und immer wieder im Kreis. Schuld daran ist bei den meisten stets der Expartner. Zum Glück aber können wir bestimmen, wie sehr uns eine Verletzung schmerzen wird. Nicht indem wir sie zu verdrängen oder uns davon abzulenken versuchen, sondern indem wir an uns selbst und damit an unserer Selbstliebe arbeiten. Ein gutes Selbstwertgefühl steckt so manchen Schmerz mit Leichtigkeit weg und sorgt gleichzeitig dafür, dass wir uns aus dem Gefühl des Schützens herauslösen und unsere Burg verlassen können. Es bleibt immer unsere Wahl, ob wir uns, aus Angst vor Verletzung gegen die Liebe zu einem anderen Menschen sperren, ob wir erst einmal abwarten und schauen, ob etwas Besseres kommt oder ob wir uns vertrauensvoll und mutig auf die Liebe einlassen.

"Nein" als anderer Ausdruck für Sturheit.

In zahlreichen „gestörten“ Partnerschaften und Ehen herrscht meist eine bestimmte negative Grundstimmung und es liegt ein gewisses rigides „Nein“ zur Beziehung selbst und auch zum Partner in der Luft. Dabei handelt es sich meist um ein „Nein“ zum Äußerlichen des anderen, ein „Nein“ zu seinen Ideen und seiner Meinung, seinen Ansichten, seinen Gewohnheiten und oft auch ein „Nein“ zu seinen Wünschen und Träumen. Viele notorische Neinsager weisen sich dabei oft durch ein narzisstisches, egoistisches und selbstsüchtiges Verhalten aus, sind meist die andauernden „Gegenfragensteller“ und sagen manchmal auch schon vor einer Frage, rein prophylaktisch: „Nein!“ Das ständige negierende Verhalten und die negative Einstellung dem Partner gegenüber bedeutet in diesem Zusammenhang, aber nichts anderes als nur einen anderen Ausdruck für Sturheit, Unbeweglichkeit und der zwanghaften Einbildung, sich auf „Teufel komm raus“, vorm anderen schützen zu müssen. Sturheit, auch Starrsinn genannt bezeichnet im Grunde ein Synonym für Unbeweglichkeit. Bei den meisten sturen Menschen steckt Angst hinter ihrem Verhalten. Dabei handelt es sich oft um die Angst vor dem Integritätsverlust und die Furcht vor Veränderung. Diese würde den Sturen so sehr verunsichern, dass er lieber an seiner alten Meinung und Einstellung haften bleibt, um seine Macht, Authorität und Kontrolle nicht zu verlieren.

 

Manchmal verweigern diese Menschen auch dann noch die Veränderung und das Dazulernen, wenn durch ihre Sturheit oder ihren Egoismus, frühere partnerschaftlichen Bindungen schon einmal zerbrachen oder wenn ihre Ehe deshalb zu Ende ging. Anstatt sich aber spätestens dann mit sich selbst zu befassen, gehen sie, genauso wie vorher, in die nächste Beziehung und erhoffen sich von ihr, dass es wenigstens diesmal klappen möge und dass sie nun endlich den richtigen Partner fänden. Dabei wäre es faktisch so einfach, die Mauer des Starrsinns zu durchbrechen, denn es würde kein Lebenshilfe- Seminar, kein Buch und keine Therapie erfordern, sonder nur ein winzig kleines Ding, ein winzig kleines Wort, welches jedoch eine unsagbar große Wirkung erzielt: „Ja!“

 

Wer innerlich jeden Tag ein aufrichtiges und tiefes ja zum anderen und zur Beziehung bekundet und wer das positive Gefühl, das dieses offene Eingeständnis verursacht auch zu spüren vermag, der sprengt noch im selben Augenblick sämtliche Ketten der Sturheit und des Egoismus die sein Herz gefangen halten. Möglicherweise mag das vielleicht nicht ganz einfach sein. Doch wer sich mit allen Konsequenzen, vertrauensvoll, voll und ganz und mit allem, was er zu bieten hat, dem Anderen hingibt, wer sich wirklich öffnet und sein Herz offenbart, der wird das ständig knechtende Gefühl des „Sich-Schützen-Müssens“ und damit das größte Beziehungshindernis ein für alle Mal los und wechselt von der Angst vor Verletzung in die Freude der Liebe. Worauf er dann sehr stolz sein darf.

Die Rebellion.

Wenn im Grunde Leere in uns herrscht, wenn wir weit davon entfernt sind, von innen nach außen zu leben und uns selbst zufrieden zu stellen und wenn wir stattdessen glauben, dass wir das Glück nur außerhalb unseres Selbst, zum Beispiel in einer Partnerschaft finden können, dann nehmen wir diesen Glauben wahrscheinlich auch mit in jede neue Beziehung. Anfänglich baden wir uns vielleicht noch im Gefühl des Verliebtseins und wir sind gesättigt an Aufmerksamkeit und Zuwendung. Ist die stürmische Zeit dann jedoch vorbei und kamen wir bereits bedürftig in die Partnerschaft, dann fallen wir langsam aber unweigerlich wieder in das Gefühl der Leere zurück, wie wir es bereits vor der Beziehung schon kannten.

 

Damit wir uns aber weiterhin wohlfühlen können, fordern wir dann immer öfter Aufmerksamkeit, immer stärker Zuwendung und immer mehr Liebe vom Partner. Gibt uns dieser aber nicht was wir brauchen, dann versuchen wir oft alles um es dennoch von ihm zu bekommen, indem wir gegen ihn rebellieren, Widerstand leisten oder ihn zu kontrollieren und zu manipulieren versuchen.

Der Feldwebel, sein Gefreiter und die anderen Fußsoldaten.

In einigen Beziehungen findet man oft die, wie auf einem Podest stehende dominante Frau, welche einem Feldwebel gleicht und den unterwürfig davor knienden Gefreiten, in Person ihres Mannes, welcher alleine nicht für sich sorgen kann und praktisch zu allem, was seine Frau möchte, Ja(wohl) und Amen sagt. Er traut sich nicht ihr zu widersprechen, denn er hat, so wie die Fußsoldaten, also die Kinder der Familie oder wie Freunde und Verwandte auch, Angst vor dieser Frau, vor ihrer Wut, ihrer Bewertung, ihrer Bestrafung und vor ihren Reaktionen. Paradoxerweise „funktionieren“ solche Beziehungen oftmals, weil der Unterwürfige zum Beispiel die Verantwortung für sein Leben, welche er selbst nicht übernehmen kann oder will, an den anderen abgeben darf. Im Gegenzug bestimmt die Frau dafür über die gesamte Beziehung und sie kontrolliert Haus und Hof, die Finanzen, den Mann selbst und auch die Kinder. Oftmals muss auch der Hund, ohne Widerbellen, ihren Befehlen bedingungslos gehorchen. Dadurch fühlt sie sich dann in ihrem schwachen Selbstwert gestärkt, überlegen, wichtig und unabkömmlich und von den anderen Familienmitgliedern gebraucht und geliebt. Diese tun meist, um des lieben Friedens willen und aus Angst vor ihrer Streitbarkeit, alles was sie möchte und sie trauen sich ihr nicht zu widersprechen..

 

Der unterwürfige Gefreite hat sich mit seinem Schicksal meist abgefunden, er verschließt sich oft und verdrängt seinen Schmerz und sein Leid so gut er kann. Oder er arbeitet viel, trinkt, schläft, sieht fern, ist länger unterwegs als zuhause oder findet manchmal auch keine andere Möglichkeit mehr, als sich dem Zugriff seiner dominanten Frau durch gewollte Krankheit oder gar Suizid zu entziehen.

 

Der Feldwebel hingegen fühlt sich von seinen Angehörigen sowieso meist im Stich gelassen und vernachlässigt und sieht sich gern als Opfer seiner Beziehung, Ehe oder alleine schon seines Mutterdaseins. Er jammert meist den ganzen Tag, wie schwer er es doch mit so einem Mann oder den Kindern und auch mit dem Leben hat, wie böse alle zu ihm sind, wie seine Nerven darunter leiden und wie krank er davon schon wurde. Für diesen Menschen sind immer die anderen Schuld, nie er selbst - weggetreten!

Die Probleme der anderen...

... sind meist interessanter als die eigenen. Warum ist das so? Warum reden viele Menschen so gerne über Nachbarn, Verwandte oder ihren Partner und deren Schwächen und Fehler?

 

Ganz einfach: Das Eingestehen eigener Unzulänglichkeiten würde  Angst und Schmerz in den jeweiligen Personen verursachen. Angst deshalb, weil diese Menschen meist unter einem extrem schwachen Selbstwertgefühl leiden und insgeheim befürchten, dass sie, sobald sie sich outen, von den anderen noch weniger bestätigt, akzeptiert oder gemocht werden könnten. Sich mit der eigenen Unzulänglichkeit zu befassen würde außerdem großen seelischen Schmerz in diesen Zeitgenossen hervorrufen, weil sie ihr sowieso schwaches Selbstwertgefühl nicht aufzufangen und zu stützen vermag .

 

Sie reden deshalb andere klein, um sich selbst größer und besser zu fühlen. Solche Menschen machen die Diffamierung und Denunzierung anderer oft zum einzigen Inhalt ihres Lebens und sie werden buchstäblich süchtig danach. Sie brauchen das Gerede und es würde ihnen etwas fehlen, wenn sie einmal längere Zeit niemanden zum Tratschen finden könnten. Meist aber basiert ihre üble Nachrede nicht auf Wahrheit, sondern auf Vermutungen und Gerüchten, welche sie dann noch mit allgemeinen Schlechtigkeiten ausschmücken und extrem dramatisieren.

 

Die Verletzung und den Schmerz, welchen sie dabei in den betroffenen Menschen verursachen stört sie dabei nicht, denn Hauptsache es geht ihrer Person gut.

 

Menschen mit starkem Selbstwertgefühl dagegen sind zu keiner Zeit daran interessiert, über andere herzuziehen und diese Mitbürger schlecht zu machen. Den besser- schlechter- Vergleich brauchen sie nicht, da sie sich, egal was andere von ihnen halten mögen, dennoch als gut genug, liebenswert und auch akzeptiert fühlen. Sie müssen andere nicht diffamieren und klein machen, um sich selbst in ein besseres Licht zu rücken, weil sie sich sowieso gut fühlen. Und zwar so, wie sie sind.

 

"Wenn sich manche Menschen so sehr mit ihren eigenen Problemen befassen würden, wie mit den Problemen der anderen, dann hätten sie keine!"

 

Make- up und Selbstwertgefühl.

Einige Menschen fügen ihrem Körper, meist aus Mangel an Selbstbewusstsein, jedoch im Namen allgemeiner Schönheitsvorstellungen, bewusst körperliche Schmerzen zu. Da ihnen jedes echte Gefühl für ihren Wert fehlt, lassen sie sich Falten weg spritzen, an sich herum schneiden oder Implantate einpflanzen. Irrtümlicherweise glauben diese Menschen, dass solche Schönheitsbehandlungen ihren Selbstwert dauerhaft steigern würden. In Wirklichkeit aber hält das gute Gefühl nicht lange an, denn schon beim nächsten entdeckten körperlichen Makel oder wenn die Wirkung der Anti- Falten- Spritze nachlässt, verschwindet es wieder.

 

Das vorgebliche Selbstwertgefühl dieser Menschen stellt kein Echtes, aus ihrem Innern generiertes dar und kann deshalb auch nicht lange bestehen bleiben. Es ist an die Haltbarkeit der Schönheitsmaßnahme gebunden. Lässt deren Wirkung nach, beginnen auch wieder die leidigen Selbstzweifel. Dennoch verbringen unzählige Menschen einen Großteil ihrer Zeit damit, um sich immer und immer wieder gegen ihre körperliche Alterung zu stemmen, um damit für andere passend und annehmbar zu bleiben.

 

Meist definieren sie Ihren ganzen Wert über ihr äußeres Erscheinungsbild. Dafür stehen sie dann oft Stunden vor dem Spiegel und versuchen die ungeliebten Zeichen ihres Körpers mit allen Mitteln unter einer Make- up- Maske zu verbergen. Das Schminken aus Prestigegründen spielt bei manchen Menschen eine so große Rolle, dass sie oft ihr ganzes Denken und Tun seiner Perfektionierung widmen. Wenn man sie fragt, warum sie sich schminken, dann antworten sie meistens: „Weil es mir gefällt!“ oder „Weil ich mich dann wohler fühle!“ Einmal abgesehen davon, dass sie damit praktisch eingestehen, sich ohne Make- up nicht wirklich wohl zu fühlen, dürfte eine aufrichtige und ehrliche Antwort eigentlich nur lauten: „Weil ich Angst davor habe, dass ich den anderen nicht genügen könnte und dass ich nicht mehr geliebt werde und dass die anderen mich nicht mehr mögen oder ablehnen könnten.” Dieses Eingeständnis erfordert allerdings großen Mut, zur eigenen Wahrheit.

Fortsetzung folgt...

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